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Die zweite Mutter-Kind-Pass-Untersuchung

Gestern war es so weit: Wir wurden zur zweiten Mutter-Kind-Pass-Untersuchung geladen. Mittlerweile haben wir die 17. Schwangerschaftswoche erreicht und mit etwas Glück würden wir heute das Geschlecht unseres Babys erfahren. Da wir einen ganz tollen Arzt haben, kamen wir sofort ohne Wartezeit dran. Er fragte nach meinem Befinden und ich erzählte ihm, dass ich mich sehr gut fühlte. Dann wollte er wissen, ob wir bei der bevorstehenden Ultraschalluntersuchung das Geschlecht erfahren wollten. "Unbedingt!", schoss es aus mir heraus. Der Arzt lächelte. "Das heißt, dann wohl, dass Sie heute gar nicht gehen wollen, bevor ich es Ihnen sage". "Das hat sie vor", bekräftigte mein Mann mit einem Lächeln. Dann war es so weit. Ich machte meinen Bauch frei und der Arzt begann mit der Untersuchung. Erst lag das Baby ganz ruhig da. Es saß mal wieder im Schneidersitz. Das kannten wir ja schon von der Nackenfaltenmessung vor vier Wochen. Er konnte den Kopfdurchmesser messen, der bei etwa 3.7 cm lag. Danach machte er noch weitere Messungen und kam zu dem Schluss, dass unser Kleines etwa 100 Gramm wiegen musste. Nun wurde das Kleine aber unruhig und zappelte herum. Weder der Arzt noch wie konnten noch etwas erkennen. Als es sich beruhigte, saß es wieder stoisch im Schneidersitz. Irgendwann kam er zu dem Schluss: "Also hier, müssten wir etwas sehen. Aber wir sehen nichts. Daher haben wir ein Mädchen." Ich erkannte rein gar nichts. Sie zappelte schon wieder und hatte nicht das Gefühl, dass diese Aussage wirklich zuverlässig war. Mein Mann hakte nach: "Zu wieviel Prozent?" - "99%. 100% hat man nur, wenn man die Hoden sieht." Ich starrte weiterhin auf den Monitor und musste die Nachricht erst verdauen. Immerhin hatten wir seit Jahren davon gesprochen, einen Jungen zu bekommen. Das ganze Leben unseres Juniors hatten wir schon vor uns gesehen. Nun erwarteten wir ein Mädchen? Ein Mädchen? Ich hatte überhaupt kein Bild vor Augen. Der Arzt beendete die Untersuchung und entließ mich. Auf der Straße schluckte ich erstmal. Mein Mann sprach mich nicht an. Er wusste, dass ich jetzt Ruhe brauchte. Ich verfiel in einen Kaufrausch und wir gingen in den nächsten Babyladen und kauften rosa Babykleidung und einen überdimensionalen rosa Plüsch-Teddy. Zu Hause realisierte ich dann die Situation und schon beim Abendessen witzelten wir über unser Mädchen und überdachten diverse Erziehungsansätze, die wir schon festgelegt hatten, noch einmal. Es war ein riesen Spaß. Beim Schlafengehen bekam ich die ersten Bilder einer Tochter vor Augen. Ich sah uns in Disneyland mit der kleinen verkleideten Prinzessin im Tea-Cup-Karussell sitzen und ihr Märchen in der Leseecke vorlesen, die wir ihr in ihrem Zimmer einrichten würden. Ich sah einen rosa Baldachin über ihrem Bett und sah wie ihr Vater sie eines Tages zum Altar führen würde. Das war der Moment, als ich begann, mein Mädchen zu lieben.

24.6.15 17:35

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